Blamables Pokalaus in Bocholt
Für uns ist in der zweiten Runde des Kreispokals Endstation. Trotz einer frühen Führung mussten wir uns beim zwei Klassen tiefer spielenden B-Ligisten Borussia Bocholt mit 3:4 geschlagen geben. Vor rund 50 Zuschauern verspielten wir eine 1:0-Halbzeitführung und leisteten uns insbesondere nach dem Seitenwechsel zu viele Fehler.
Dabei begann die Partie aus unserer Sicht vielversprechend. Bereits in der fünften Minute gingen wir mit 1:0 in Führung. Nick Schirrmacher zog aus der Distanz ab, Bocholts Torhüter Samalo konnte den Ball nur nach vorne abprallen lassen. Pierre Weyerhorst reagierte am schnellsten und staubte zur frühen Führung ab. Ein Auftakt nach Maß, der uns eigentlich die nötige Sicherheit für den weiteren Spielverlauf geben sollte.
In der Folge gelang es uns allerdings nicht, die Partie gegen den zwei Klassen tiefer angesiedelten Gegner entscheidend zu kontrollieren. Zwar nahmen wir den knappen Vorsprung mit in die Halbzeitpause, doch bereits im ersten Durchgang fehlte es phasenweise an der nötigen Konsequenz. Nach 27 Minuten musste Thorben Versteegen den Platz verlassen, für ihn kam Joshua Hebing in die Begegnung.
Nach dem Seitenwechsel verloren wir dann innerhalb weniger Minuten völlig den Faden. Borussia Bocholt nutzte unsere Schwächen konsequent aus und drehte die Partie mit drei Treffern innerhalb von nur acht Minuten. Ibrahim Derin glich in der 50. Minute zunächst zum 1:1 aus, ehe Jonas Mecking nur eine Minute später die Führung für die Gastgeber erzielte. Als Bledion Ahmetaj in der 57. Minute auf 3:1 erhöhte, war unser Fehlstart in die zweite Halbzeit perfekt.
Besonders unser Zweikampfverhalten war über weite Strecken indiskutabel. Wir ließen die notwendige Entschlossenheit vermissen, fanden kaum Zugriff auf die Gegenspieler und agierten im Spiel nach vorne zunehmend ideenlos. Gegen einen kämpferisch auftretenden B-Ligisten war das an diesem Abend deutlich zu wenig.
In der 74. Minute brachte uns Luca Müller nach Vorarbeit von Joshua Hebing noch einmal auf 2:3 heran. Doch statt den Ausgleich nachzulegen, mussten wir in der 82. Minute durch Ahmetajs zweiten Treffer das 2:4 hinnehmen. Nur eine Minute später verkürzte Müller mit seinem zweiten Tor zwar erneut auf 3:4, doch der späte Anschlusstreffer reichte nicht mehr. Nach 94 Minuten war die Pokalniederlage besiegelt.
Entsprechend verärgert zeigte sich unser Trainer Kraft nach dem Abpfiff. Vor allem die fehlende Zweikampfhärte und der ideenlose Auftritt nach der Pause boten reichlich Anlass zur Kritik. Dass wir als Bezirksligist gegen einen zwei Klassen tiefer spielenden Gegner nach einer Halbzeitführung noch vier Gegentore kassierten, machte die Enttäuschung umso größer.
